FANDOM


Briseis ist eine trojanische Prinzessin. Sie ist die Nichte von König Priamos und Cousine der Prinzen Hektor und Paris.

Biografie

Als die Prinzen Hektor und Paris vom erfolgreichen Abschluss des Friedensabkommens aus Sparta zurückkehren, machen sie eine überraschende Entdeckung: Briseis, ihre geliebte Cousine, hat sich - zum Kummer der jungen Männer Trojas - entschieden, Tempeldienerin in Apollons Tempel zu werden. Sie hat deshalb Jungfräulichkeit gelobt.

In dieser Eigenschaft hilft sie bei den Rauchopfern im Tempel des Apollon, als sich abzeichnet, dass Krieg droht, weil Paris Helena, die Gemahlin von Spartas König Menelaos, zur gemeinsamen Flucht überredet hat. Die Opfer bleiben wirkungslos, denn Agamemnon, Großkönig von Griechenland und Menelaos' Bruder, hat alle griechischen Könige zum Kriegszug gegen Troja aufgerufen und erscheint mit tausend Schiffen, der größten Flotte, die seit Menschengedenken gebaut wurde, vor Trojas Küste.

Der Tempel, der am Strand liegt, wird das erste Ziel der angreifenden Griechen in Gestalt von Achilles und seinen Myrmidonen. Die Griechen metzeln die trojanischen Soldaten nieder, die den Tempel zu verteidigen versuchen, dringen in den Tempel ein und schlachten auch alle Priester ab. Briseis gelingt es zwar, sich im Tempel zu verstecken, doch die Myrmidonen finden sie, nehmen sie gefangen und machen sie ihrem Anführer Achilles zum Geschenk.

Achilles ist von ihrem Mut beeindruckt, als er mit ihr spricht. Er löst ihre Fesseln und sagt ihr, dass sie ihn nicht zu fürchten brauche - als einzige von allen Trojanern. Doch kaum begibt sich Achilles zur Versammlung der Könige, zu der Agamemnon ihn hat rufen lassen, dringen mykenische Soldaten in das Lager der Myrmidonen ein und rauben Briseis.

Auf Befehl Agamemnons führen Aphareos und Haemon die trojanische Prinzessin im Schiffszelt des Großkönigs vor, der Achilles damit demütigen will. Er beansprucht Briseis als seine persönliche Sklavin und erklärt, dass sie ihn am Abend baden werde. Er macht darüber hinaus Andeutungen, dass sie ihm auch körperlich zu Willen sein muss.

Er tastet sie zwar nicht an, überlässt sie aber seinen Männern, nachdem die Griechen in der Schlacht der Pfeile am Tag nach ihrer Ankunft von den Trojanern geschlagen werden. Die Mykener, darunter Aphareos, Haemon und Echepolos, kühlen ihr Mütchen an der ihnen körperlich hoffnungslos unterlegenen Briseis, die sich jedoch tapfer gegen die drohende Vergewaltigung wehrt. Als Haemon sie brandmarken will, erscheint Achilles, verpasst Haemon das Briseis zugedachte Brandzeichen, schlägt Echepolos mit dem Brandeisen nieder und nimmt die verletzte Briseis in sein Zelt mit.

Achilles' Versuche, ihre Wunden zu reinigen, wehrt sie vehement ab und bereinigt sich letztlich selbst. Sie versucht, gegenüber dem Kriegerfürsten reserviert zu bleiben und macht in der Nacht sogar den Versuch, ihm die kehle durchzuschneiden, doch sie muss erkennen, dass sie dazu nicht fähig ist.

- weitere Bearbeitung folgt -

Einzelnachweise

  1. Angabe gemäß Drehbuch, Szene 29A